Schweiz / Demoskopie: Die gfs.bern-Abstimmungsprognose
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…zur Minarett-Initiative lag arg daneben. Und so lautet denn landauf, landab der Tenor: Solche Umfragen sind sinnlos.
Das Gegenteil ist der Fall.
Methodische Umfragefehler wurden laut gfs.bern-Leiter Claude Longchamp keine gemacht – es gehe vielmehr, sagt Longchamp in der NZZ (26. Januar) sinngemäss, um ein komplexes, in Bezug auf Abstimmungen noch kaum untersuchtes Phänomen.
Aus Fehlern kann man lernen – dieses Phänomen muss nun wissenschaftlich aufgearbeitet werden. Claude Longchamp und sein Team wollen und können das, so unsere Einschätzung.
Und in diesem Sinne war die Fehlprognose durchaus sinnvoll.
Auf die Frage, ob der Zwangsgebührenzahlerin, dem Zwangsgebührenzahler (also uns) die Finanzierung von Prognosen noch zugemutet werden kann, ist unsere Antwort ein unzögerliches Ja. Ein Ja mit der Anmerkung, dass das von der SRG veranstaltete – übrige – TV-Programm derart kläglich ist, dass es locker auf zwei, drei Stunden Sendezeit pro Tag zusammengestrichen werden könnte.
Dies – und nicht der Verzicht auf Prognosen – brächte eine tatsächliche Senkung der Gebühren. Die SRG überweist gfs.bern (Website) jährlich rund 300′000 Franken – in Wahljahren rund das Doppelte – für Wahl- und Abstimmungsumfragen sowie Studio-Liveanalysen von Claude Longchamp – und das bei einem Betriebsaufwand von 1′652,9 Mio Franken im Jahr (2008).
Ein Fliegenschiss auf dem Kuhfladen, gewissermassen.
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