November 13, 2009
Schweiz / Börse am späteren Vormittag: Wider die Blase!
Sanftes Rot und ein Nullergrün signalisieren, dass die Gier nun endgültig der Vernunft gewichen ist:

Viele Börsianer verkaufen oder halten, um einer neuerlichen Blasenbildung die Luft zu entziehen. Sie wissen, dass es nun darum geht, Realwirtschaft und Börsenkurse zu synchronisieren – erst wenn die Werktätigen nachhaltig Mehrwert zu schaffen imstande sind, werden auch die Börsianer wieder ihren Beitrag zum Gedeihen der Volkswirtschaft zu leisten bereit sein.
Gestern wurde sogar das (elektronische) Handelssystem der Schweizer Börse SIX früher geschlossen – natürlich schützte man dort technische Probleme vor, aber erfahrene Volkswirte wussten um die wahren und respektablen Gründe des Aussetzers…
… der erfolgreicher gewesen wäre, wenn auch Internet und Telefonie abgeschaltet worden wären. So aber konnte noch ausserbörslich gehandelt werden.
Letztlich, so sei noch angemerkt, letztlich liesse sich der Handel nie gänzlich unterbrechen, denn manche Börsianer – die unbelehrbarsten und gierigsten dieser Spezies! – wohnen in der Nachbarschaft ihrer Broker oder halten Brieftauben, um ihre Orders auch ohne moderne Kommunikationsmittel rund um die Uhr platzieren zu können.



Na ja – ob da wirklich so viel Einsicht vorhanden ist und reagiert wird um einer Blasenbildung entgegenzuwirken glaub ich fast nicht.
Wahrscheinlich setzt nun halt langsam weniger Vernunft ein – sondern berechtigte Zweifel, dass die Werte weiterhin mit den Tempo der letzten Monate steigen können. Also schalten nun doch Etliche wieder auf längerfristige Strategien um bzw. schaun dass sie die bisherigen Gewinne realisieren.