February 3, 2009
Wider den Papierverbrauch: ‘Magazine Scans’ und Ereader
Der Papierverbrauch zerstört weltweit Wälder nachhaltig. Wer seinen Enkelkindern* eine lebenswerte Welt hinterlassen möchte, wird deshalb auf Papier Gedrucktes möglichst meiden – und beispielsweise ins Auge fassen, Charlotte Rochs Roman Feuchtgebiete nicht broschiert bei Amazon zu bestellen, sondern sich mit seiner elektronischen Ausgabe via The Pirate Bay (TPB) zu begnügen, wobei Download und Lektüre am Screen natürlich unter Einsatz von klimaneutral produziertem Strom erfolgen sollten.
Die Auswahl an deutschsprachiger Belletristik auf TPB und anderen BitTorrent-Trackern ist allerdings noch äusserst bescheiden. Hier dürfte sich so mancher etwas mehr Engagement auf Anbieter-Seite wünschen – gerade auch in Hinblick auf die sehr wahrscheinliche Wiedereinführung der Buchpreisbindung in der Schweiz (siehe: Sie reden von Kultur und meinen Geld, NZZ Online, 2. Februar).
Etwas freundlicher sieht es dagegen im Sektor Magazine aus, wo die Dominanz der englischsprachigen Erotik- und Elektronik-Sparte gegenwärtig weniger erdrückend ist als auch schon (siehe: TPB/Magazine). Ausserdem tauchen vermehrt neue, oft nicht nach dem Filesharing-Prinzip funktionierende Quellen auf; einige von ihnen hat FileShareFreak kürzlich in einem lesenswerten, wenngleich stellenweise etwas abenteuerlichen Artikel gewürdigt:
10 Really Great Sites For Magazine Scans (January 28).
*Gedrucktes und Enkelkinder: Letztere schleppen – sofern noch SchülerInnen – tagtäglich Bücher en masse mit sich herum und schädigen dadurch meistens ihre Haltung. Es ist also höchste Zeit, die Bücher durch leichtgewichtige Ereader zu ersetzen… Die Westschweizer Konsumentenschutzorganisation FRC hat fünf Ereader getestet:

Une nouvelle page dans l’histoire du livre (Artikel; dort im Anhang: Test-Ergebnisse, PDF, Januar 2009).
Das leichteste Gerät – das Booken CyBook – wiegt ganze 174 Gramm und verfügt über genügend Speicher (512 MB), um eine kleine Dorfschulbibliothek virtuell zu beherbergen.
By Eric at 4:32 pm CET | Category: Linktips
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February 2, 2009
Rites de potage (LXXXII): Da ist was drin!
Nämlich GRAPPA. Die Farben täuschen – GRAPPA ist farblos, völlig durchsichtig – sehr viel reiner als destilliertes Wasser. Wir haben die noch volle Flasche bloss im warm-farbigen Gegenlicht fotografiert, um hier etwas Stimmung zu verbreiten:

London versinkt heute im Schnee, die Busse bleiben im Depot und viele Flieger am Boden. Manch einer propagiert dort nun bereits Kosakenkaffee mit WODKA, um (sich) den Anblick Schutz suchender Tiere erträglicher zu gestalten, während wir hier bei LAVAZZA mit GRAPPA auf die zaghaften Vorboten des Frühlings aus Italien anstossen dürfen.
Italien ist nicht nur das Land, wo Ratzinger und Berlusconi (links im Bild) hausen und die Gomorrah mitregiert, es ist eben auch das Land von LAVAZZA und GRAPPA und aktuell 13 Grad Celsius (siehe Roma).
Und so ist die Welt denn doch gerechter eingerichtet, als man meint. Wägt man die regionalen Vor- und Nachteile gegeneinander ab, ist das Ergebnis in etwa überall gleich, das heisst, die Vor- und Nachteile heben sich auf. Pessimisten sprechen in diesem Zusammenhang von einem Nullsummenspiel, wir von Werteneutralität.
By Eric at 2:46 pm CET | Category: Backyard, Linktips
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Paperholic, home again: Wir nähmten dann den Zug
…aber das günge zu löng, sagten wir uns gestern. So flugen wir, und niemand frug uns an der Grenze im Airport, ob wir Gitmo-Häftlinge wärten. Nein, hätten wir dann gesogt, hätte man uns das gefrogt, wir sind nur russische Mafia-Milliardäre, und die nömt er ja auf, wie wir kürzlichst auf Blick Online gelesen haben:

Welcome!, hätte dann der Grenz-Beamte gesagt. Und auch die sprachliche Integration wirkt schon recht überzeugend. Ja, hätten wir geantwortet, das kömmt von den essay competitions, an denen wir seit Jahren teilnemmen, um uns sprachlich einzubilden:

Aber niemand frug uns – im Gegenteil: man wunk uns nur durch. Keine Empathie mehr im Lande des Matterhorns! Vermutlich eine Schengen-Folge – die Zugriffe erfolgen nun erst im nationalen Rückraum. Aber selbst hiervon bluben wir verschont. Dennoch, die Welt rotört weiter – eh pur sie mobil, wie der Italiener sagt.
Tags: Paperholic, home again, Blick, Gitmo, Mafia, Flash&Trash
By Gris-Gris at 10:54 am CET | Category: Backyard, In Flagranti, Video
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February 1, 2009
Paperholic, abroad again: Apart from the obvious noises of the city
…many other sounds resonate. (- Sarah Snider)
Tags: Paperholic, abroad again, Halle, Glockenspiel, Flash&Trash


