February 18, 2009
Mögliche Staatsbankrotte: Schweiz vs. Österreich – eine stenografische Tour d’horizon
Ja, Artur P. Schmidt hatten wir hier schon zitiert (via Heise):
Paperholic, abroad again: Homebase bald bankrott? (Paperholic, 30. Januar)
Gestern äusserte er sich nun in einem inländischen Organ bzw. Newsnetz zum Thema:
Der Schweiz droht der Bankrott (Interview, Tages-Anzeiger, 17. Februar).
Wir sind allerdings nach wie vor der Meinung, dass – wenn überhaupt! – Österreich zuerst bankrott geht. Siehe hierzu (auch) unseren Eintrag:
Österreich: Bald bankrott statt komott? (Paperholic, 17. Dezember 2008)
Heute fühlen wir uns durch The Wall Street Journal bestätigt (Banks Reel On Eastern Europe’s Bad News, 18. Februar):

Was sind schon 58,6 Milliarden US-Dollar gegenüber 277,6 Milliarden? Und logisch, dass man in unserem östlichen Nachbarland nun langsam nervös(er) wird:
Banken: Die Angst vor dem Crash in Osteuropa (Die Presse, Wien, 17. Februar)
Lustig in diesem Zusammenhang auch die interaktive Grafik, welche zeigt, wie viel an österreichischen Krediten in den einzelnen Oststaaten offen ist (Screenshot: z.B. in Kroatien):

Das wars auch schon! Leider verunmöglicht uns die Realwirtschaft, die Fakten&Phänomene ausführlicher zu würdigen. Noch steckt man ja bis über alle Ohren in der Arbeit.



Hab mal Mitleid mit den Oesis, die sich derart verschuldet haben, weil sie in der EU sind und darauf hofften, Brüssel würde die österreichische Großzügigkeit gegenüber den Oststaaten mit Garantien zu würdigen wissen.
Was unseren lieben Schmidt anbelangt: er wäre gern Retter der Bankenwelt – und täte, wenn auch nicht alles, so doch vieles für den Systemerhalt.
Alles in allem: die Suppe wird nicht so heiss gegessen, wie sie gekocht wird. Ergo? – Nur die Ruhe kann es bringen…
Schau in der Zwischenzeit:
http://www.flickr.com/photos/tags/schweiz
Gleich eben werden wir wissen, was die Berner Schlauköpfe sich ausgedacht haben.
[...] Wir befürchteten eigentlich nie den Bankrott unseres östlichen Nachbarlandes. Konrad Hummler war nahe daran, es in die südländische Knoblauchliga zu relegieren, auch Nobelpreisträger Krugman sah nur noch schwarz (feelin’ gloomy about…), da schrieben wir weiterhin gegen diese Einschätzungen an: Wenn überhaupt! [...]