November 30, 2008
Flugsicherheit: Zum Stand der Nackt-Scanner-Tests am Flughafen Zürich
… liegen uns keine neuen Meldungen vor (letzter Stand: am 31. Oktober). Mit grossem Interesse verfolgt man aber weiterhin die einschlägige Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland, da dort gesetzte Wegmarken früher oder später auch die hiesige Marschrichtung meistens beeinflussen (Nachvollzug).
Praktisch zeitgleich mit der Annullierung von (freiwilligen) Nackt-Scan-Tests am Fluhafen Zürich hatte auch die deutsche Bundesregierung verlauten lassen, dass es die Nackt-Scanner an deutschen Flughäfen nicht geben werde. Das schreckte (
) so manchen Aviatik-Freund auf, der sich bereits auf eine rasche und gleichzeitig sicherere Passagierkontrolle gefreut hatte (Stichworte: Enttarnung von Sprengstoffen und/oder Keramikmessern am Körper) und der der Scham-Offensive – insbesondere von kirchlichen Seiten – gegen das Nackt-Scannen ursprünglich keine Chancen eingeräumt hatte… Aber, Irrtum!
Heute lässt eine heise-Meldung aufhorchen: Tests von Nackt-Scannern starten im Dezember (30. November). Der Titel ist etwas verwirrend*, denn die Tests sollen unter anderem klären, ob es möglich ist, am Körper mitgeführte Sprengstoffe und Keramikmesser zu erkennen, ohne dass ein Nacktbild der Passagiere sichtbar wird. Es sei wiederholt: ohne.
Man darf also wieder hoffen: dass die Tests erfolgreich verlaufen werden und damit endlich dieser so dringend notwendige Schritt zu mehr Sicherheit im Flugverkehr realisiert werden kann – notabene unter gleichzeitiger Respektierung der in manchen Bevölkerungskreisen herrschenden – menschlichen, allzumenschlichen – Schamhaftigkeit.
*Anmerkung: Heisses Thema, heisse Köpfe! Verwirrt wirken auch zahlreiche Kommentatoren im Thread zum heise-Artikel, obwohl doch Kalle S dort mit Recht darauf hingewiesen hat, dass im Vorteil ist, wer richtig lesen kann (
).


