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February 1, 2008

Media: Auf hohem Niveau, aber aus Schweizer Sicht unbrauchbar…

… ist, was Online-Journalist Simon Waldman vom Guardian zur Zukunft des Journalismus sagt (‘Überleben zu wollen, reicht einfach nicht’, sueddeutsche.de, 30. Januar). Man darf - wie etwa Side Effects (31. Januar) - für die Modernität und Offenheit der linksliberalen Macher des Guardian schwärmen - den Verlagshäusern in der Schweiz daraus im Umkehrschluss aber Verzagtheit oder Konservativismus zu unterstellen, würde von wenig Bereitschaft zeugen, realistisch zu denken. Diese Häuser sind - was Qualität anbelangt - in einer hoffnungslosen Situation.

Wagen wir eine Analyse…

Im Vergleich mit den angelsächsichen Akteuren sind die Schweizer Verleger Kleinsthändler. Wie das Haus Ringier zeigt, winkt Heil (Wachstum) allenfalls in den osteuropäischen Märkten - in der Schweiz selbst ist der Print-Markt übersättigt. Und dann besteht ein wichtiger Mentalitätsunterschied auf der Konsumentenseite: Die Schweiz ist ein Abo-Markt, d.h. Herr und Frau Schweizer lesen Abonniertes (genauer: abonniertes Lokales), und folgerichtig misst sich der Erfolg einer Zeitung - auch aus Sicht der relevanten Werbewirtschaft - in erster Linie an der Zahl der verkauften Abonnemente. Die Schlacht am Kiosk ist eine helvetische Mär, allenfalls ein Zweijahres-Ereignis in der Grössenordnung eines Strohfeuers (meist von Blick entfacht). Das ist in Great Britain - so unsere Wahrnehmung - anders. Dort ist die Sonderauflage eben keine seltene Ausnahme, dort wird auch auf der Strasse um die Aufmerksamkeit und Kaufkraft der Leserinnen und Leser gebuhlt…

…was spannend ist für alle Seiten und das Geschäft belebt.

Schreibender hört den Einwand: Erfolgsmodell Gratiszeitungen! Ihm geht es aber um Qualitätsjournalismus - und dem graben die Gratiszeitungen das Wasser ab, ohne selber je Qualität liefern zu werden.

Abschliessend noch eine Bemerkung zu Online-Strategien. Vergesst sie für das Land rund ums Matterhorn! Online lässt sich sicher einiges Geld verdienen, aber nur ein Bruchteil dessen, was im Print gegenwärtig (noch) möglich ist. Diese Aussage hat natürlich einen gewissen hypothetischen Charakter. Denn wer weiss schon - von den letzten Dingen abgesehen -, was die Zukunft bringen wird. Aber zählen wir dennoch zusammen: Kleinstmarkt + helvetische Bodenständigkeit (Abo-Leser) + in Gratiszeitungen und Online-Präsenzen verlochtes Investitionskapital -> irreal, bezogen auf die Grundmenge Qualitätsjournalismus.

Feuilletonistischer Abschluss / Sparte Gastrokritik: Und diese hauchdünne Personaldecke! So dünn, dass 2007 ein SVP-Exponent Kolumnist des Jahres wurde - was aber in der Hauptberichterstattung von Frau Caviglia (Spitze Federn, Kollegenlob und so was wie ein Primeur, 31. Januar) nicht mehr ersichtlich wurde. Vermutlich war das Essen zu opulent gewesen. :cool:

By Gris-Gris | Category: In Flagranti
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Video: Drifting Apart Automaton

…but always re-connected by the power of love.

        

By Eric | Category: Linktips, Video
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PageRank: Google’s Matt Cutts himself came out to comment…

… and the miracle indeed happened: Within 48-72 hours my PageRank has returned up again from 4 to 6.

Robin Good’s Latest News: Google Penalization: Matt Cutts’ Updated Recipe To Get Your PageRank Back (January 28)

By Eric | Category: Linktips
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