February 20, 2008
Die mit dem Bären tanzen – Wikileaks
Die Liechtensteiner Steueraffaire – als juristischer Laie masst man sich kein Urteil darüber an, ob der behördliche Kauf von Beweismaterial gegen mutmassliche SteuerhinterzieherInnen rechtens war. Ähnliches gilt für den Fall Bank Julius Bär vs. Wikileaks.
Die Wikileaks-Website ist lahm gelegt, wie heise.de gestern berichtete (oder Spiegel Online: Schweizer Bank bekämpft Enthüllungs-Wiki). Wikileaks nennt die Schliessungs-Anordnung verfassungswidrig; andererseits versteht man den Ärger der Bank Julius Bär auch irgendwie.
Wie dem auch sei! Ganz allgemein könnte man von Fluch und Segen der CD-ROM sprechen. Grosse Aktenberge lassen sich auf ihr versorgen und so leicht durch die Türe – zum Beispiel einer Privatbank – tragen. Ähnliches gilt für das Internet.
Nicht nur ist die Wikileaks-Website trotz Lahmlegung weiterhin erreichbar 88.80.13.160/wiki/Wikileaks – via Torrent kann das Wikileaks-Archiv mit Stand 10. Februar gleich ganz heruntergeladen werden (- alles dank cryptome.org):
WikileakS.org mirror archive (thepiratebay.org, 275.7 MB)
Viele Fragen bleiben offen. Im Kommentar-Thread des heise-Artikels etwa jene von gnasch: Ich lese NZZ – und weiss von nichts?



[...] mit dem simplen Verbot der Namensauflösung von wikileaks.org langsam aber sicher einsetzt, beglückte Euer Ehren Scherzbold zwischenzeitlich alles und jeden, der bei Wikileaks Daten [...]