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January 29, 2008

Vindo Bona

»Wien an der Donau ist im Lichte der erörterten Erkenntnisse in Wahrheit Weißenberg am Inn.«


Andrea Maria Dusl, in: Die österreichische Oberfläche

[Aktennotiz: nun auch gelesen | sollte ein Standardwerk werden | 4,99 von 5 maximal möglichen Bewertungs-Sternchen. Warum nicht 5? Weil dass es nichts zu meckern gibt, das gibt es nicht!]

By Gris-Gris | Category: Great sayings
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Aviation / Panoreportage: Airbus 380 Cockpit

Panorama (Why, oh why, didn’t I become a pilot?)

Photo of Airbus 380 Cockpit

By Aysun-Craig | Category: Linktips
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Paperholic Dienstagslacher: Deutsche Uniformträger…

Foto Teuchel… werden in offizieller Mission nur wenige hundert Meter vom Produktionsstandort von Paperholic entfernt während der Euro 08 in der schönen Mehrzweckanlage mit dem schönen Namen Teuchelweiher* an der Wildbachstrasse in Winterthur einquartiert werden. Und es soll sich gleich um eine ganze Polizei-Einheit handeln! Einige unserer betagtesten Mitbürgerinnen und -mitbürger werden sich die Augen reiben und zu hintersinnen versuchen, warum die Fasnacht dieses Jahr 2x veranstaltet wird.

Noch vor wenigen Jahrzehnten wäre gar mancher Winterthurer beim Anblick deutscher Uniformen auf lokalem Terrain sofort in den Keller gestürmt, hätte den Tornister geschultert und sich mit Karabiner und Bajonett zum Mobilisierungsplatz durchgekämpft.

Tempora mutantur…

*Teuchelweiher deshalb, weil vor langer Zeit am Ort der heutigen Mehrzweckanlage ein Weiher war, wo Baumstämme gewässert wurden, um anschliessend zu hölzernen Wasserrohren (Teucheln) aufgebohrt zu werden. Siehe Bild (von Wikipedia)!

By Eric | Category: Backyard, In Flagranti
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January 28, 2008

Wandel der Modalitäten

»Das Internet erlaubt heute, physisch in der familialen Intimgemeinschaft präsent zu sein, aber geistig und emotional sich in einem möglicherweise international besetzten Chat-Room aufzuhalten (Logemann/Feldhaus 2002). Ähnlich ärgerlich wie diese Durchbrechung der vollständigen Integration in der familialen Primärgruppe ist die Verletzung urbaner Verhaltenscodes, wenn z.B. Handynutzer und Obdachlose ihre Privatangelegenheiten in die Öffentlichkeit tragen. Der Handynutzer macht die distanzierte Gleichgültigkeit des Simmel’schen Grossstädters zunichte, indem er Geschäfts- und Familienangelegenheiten lautstark zu Gehör bringt, wo keiner davon etwas wissen will. Der Obdachlose, indem er in einer öffentlichen Anlage schläft, isst, sich wäscht und uriniert, stellt vor aller Augen zur Schau, was in einem langen Prozess der Zivilisation aus dem öffentlichen Raum verdrängt worden war.«


Martina Koll-Schretzenmayr (pdf: Planungswissenschaften in der Schweiz, quo vadis?, DISP 153, 2003, ETH Zürich)

By Gris-Gris | Category: Great sayings
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Schweiz / Qualitätsjournalismus: Verdämmern im Zürcher Schlafsaal?

Der DAX will und will bis jetzt nicht in den grünen Bereich drehen, auch der SMI nicht - die schwachen Vorgaben aus Asien hätten die Stimmung erneut verdorben, heisst es. Und immer deutlicher schwant uns, dass die fröhliche Stimmung der Menschen - zu Beginn der da und dort nun einsetzenden Skiferien 2008 von den TV-Kameras eindrücklich festgehalten - bald einer düsteren Gefühlslage weichen wird.

Irgendwann muss sie ja kommen - die nächste Wirtschaftsflaute. Das ist traurig und spannend zugleich. Spannend, weil diese Flaute dem Qualitätsjournalismus in der Schweiz - angenommen, es gibt ihn überhaupt noch - endgültig das Genick brechen könnte. Insbesondere der NZZ, denn die NZZ-Gruppe gleicht, wie Branchenkenner Kurt W. Zimmermann feststellt, einem Schlafsaal: Die NZZ-Gruppe hat in den vergangenen Jahren so ziemlich jeden Trend im Mediengeschäft verschlafen. Mit der NZZ am Sonntag gelang ein Glückstreffer, doch sonst ist man nirgends dabei, wo die Musik spielt. (- Die S-Liste, Die Weltwoche, Ausgabe 04/08, reg.req.)

Das Verschwinden (Verdämmern) des Berufsstandes der Qualitätsjournalisten in der Schweiz infolge des kommenden Konjunktureinbruchs erinnert uns in diesen ganz vom Börsengeschehen geprägten Tagen an das Schicksal eines anderen ehrenwerten Berufsstandes: an die Parketthändler, in der Schweiz auch Ringhändler genannt.

Entgegen dem noch immer gerne gepflegten TV- und Film-Klischee gibt es die klassischen Parkett- bzw. Ringhändler nicht mehr oder nur noch in Form exotischer Kleingruppen an exotischen Börsen. Denn schon vor vielen Jahren haben elektronische Handelssysteme den Criée-Handel (Zurufhandel) ersetzt. So in der Schweiz, wo er 1996 ganz abgeschafft wurde, so in Deutschland, wo der Aktienhandel heute zu 95 Prozent über Xetra abgewickelt wird.

Nur wenige Alte Hasen unter den Zürcher Ringhändlern schafften damals den beruflichen Übertritt ins elektronische Zeitalter - aber immerhin hat ihr Verein eine Website. Wer diese besucht und einen Computer mit Lautsprecher hat, wird feststellen, dass der Ring - anders als eine Redaktionsstube - als Schlafsaal ungeeignet war…

… und stellt sich bei aller Unterschiedlichkeit beider Berufsstände die finale Frage, ob es schon bald einen Verein ehemaliger Zürcher Qualitätsjournalisten geben wird. Hoffentlich mit eigener Website und realistischem Sound!

Feuilletonistischer Abschluss: The Fisher Account - Video (2002/03, daraus Bild unten) von Ivar Hagendoorn, Choreograf, Autor, Fotograf, Filmer und - laut Selbstbeschreibung - Adventure Capitalist ( :cool: )

Videostill

By Gris-Gris | Category: In Flagranti, Video
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