October 29, 2007
Monday Music
Should be played in elevators more often…
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Source: Internet Archive/Open Source Audio: I am a Malayali
By Gris-Gris at 8:47 am CET | Category: Backyard
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October 28, 2007
PageRanking: Auch YouTube von Google gekielholt
Bildlich gesprochen zerfloss manchem Webmaster der Bürostuhl unter dem Arsch, als Google am letzten Freitag das seit längerer Zeit mit grossem Interesse erwartete PageRank-Update veröffentlichte. Sehr viele Blogs, aber auch populäre Websites wurden heruntergestuft – beispielsweise:
Engadget (von 7 auf 5)
Netzeitung (von 6 auf 4)
Golem (von 6 auf 4)
Geradezu köstlich: YouTube hat nur noch einen PageRank 3, wie Philipp Lenssen (Google Blogoscoped) gestern meldete. Folgend Screenshot (Ausschnitt) unserer heutigen PageRank-Abfrage für YouTube auf iWEBTOOL:

Aktueller PageRank der Online-Ausgaben einiger Zeitungen in der Deutschschweiz: NZZ führt mit PageRank 7; Tages-Anzeiger, Blick, 20minuten und Weltwoche haben einen PageRank von 6.
Erfahrungsgemäss kann es in naher Zukunft noch zu PageRank-Veränderungen kommen – grosso modo dürfte das Massaker – andere sprechen von Kielholen – aber vollbracht sein.
P.S.: Nichts mit PageRank, sondern mit State of the Art hat zu tun, was uns der Markup Validation Service von W3C meldet, wenn wir 20minuten testen: aktuell 874 Errors bei nicht gefundenem Doctype. Dagegen ist Blick mit aktuell 75 Errors ein unschuldiger Waisenknabe.
Update, October 29: Meanwhile, YouTube got a PageRank of 8 again. Or was it 10 before?
By Eric at 3:45 am CET | Category: In Flagranti
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October 26, 2007
Rites de potage (LVI)

Der 1965 in Belgien geborene Konzeptkünstler und Vegetarier Wim Delvoye (Website; Wiki-Artikel) irritiert. Unter anderem zieht er Schweine auf und tätowiert sie (unter Narkose, wie es heisst). Die derart veredelten Tiere werden nach ihrem natürlichen Tod als Kunstwerke vermarktet – eines von ihnen hat diesen Sommer bei Christie’s stattliche 71.662 US-Dollar (inkl. Gebühren) gebracht…
… ein Vielfaches dessen, was ein kommunes Schwein sonst einbringt – sogar dann, wenn es – früh verstorben durch Schlachtung – als Speck beim SVP-Buurezmorge serviert wird.
Bleibt die Frage, was so ein Schwein lieber hat: ein Ende als Propaganda-Speck oder als Kunstwerk in einem New Yorker Loft. Tierschützer finden, dass das alles sowieso eine Schweinerei ist. Recht haben sie! Auch wir bevorzugen Rindfleisch und Fisch und freuen uns auf die nun beginnende Wild-Saison.
Hinweis auf Wim Delvoye von BloggingTom. Bild (oben und unten): tatooed and stuffed pig LOUISE, 2004

Weekend. Back on Sunday or Monday, we hope so. Have a nice time!
By Gris-Gris at 2:10 am CET | Category: Linktips
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‘Lasst uns wissen, weshalb ihr ohne kommerzielle Absichten bloggt…’(*)
Dann hört mal schön zu!
Würden wir mit kommerziellen Absichten bloggen, dann würden wir uns Benchmarks setzen und nach einer (Marketing-)Strategie verfahren. Das hiesse: Wir würden uns zuerst überlegen, welches Publikum wir erreichen wollen; anschliessend, was diese Zielgruppe von uns hören möchte, damit wir bei ihr punkten. Vereinfacht würde die Fragestellung lauten: Wie können wir uns möglichst erfolgreich so dumm stellen, dass wir andere möglichst erfolgreich für dumm verkaufen können? Solche Verstellerei wäre uns zu anstrengend und zu langweilig für eine Aktivität nebenbei.
Und so bloggen wir aus ideellen Gründen und ganz ohne Benchmarks. Immer frisch und frei von der Leber weg… hart am Abgrund.
Positionierung? Keine. Aber nach mehr als drei Jahren fühlen wir uns bestätigt, dass es richtig war, was wir uns schon zu Beginn vorgenommen hatten: keine Nabelschau – wie eben jetzt (= die Ausnahme von der Regel) – und nichts wirklich Privates. Das Internet vergisst nie, und Anonymität ist eine Illusion. Warum sich freiwillig zum gläsernen Bürger machen!
That’s it!
Abschliessend einige freundliche Worte: Wir sind bei unseren virtuellen Aktivitäten einigen Menschen begegnet, welche wir in unser Herz&Hirn geschlossen haben (
). Es handelt sich um Querdenker, Andersdenker oder Ähnlichdenker (Frauen sind mit gemeint) – darunter auch Kommerzler -, deren Blogs wir regelmässig gerne ansurfen und kommentierenderweise hin und wieder auch mit unseren Duftmarken versehen. Sie seien bei dieser Gelegenheit gegrüsst.
Noch etwas Musik – sie sollte bei keiner Parade fehlen: Track #6 (not attainable) von Tisserand – Telegramm EP [DCC009] / Download: www.dcc-records.de
Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.
*Anmerkung: Wir bedanken uns bei Daniela A. Caviglia – und beim Jedi-Council-Member Yoda – für die Einladung zur Blog-Parade BlogPraxis (Kategorie Ideelles Bloggen).
By Eric at 1:58 am CET | Category: Backyard, Blogs
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October 25, 2007
Swiss Blogosphere: Kraft durch Theorie?
Daran dachte man noch nie: Bloggen ist ein High-Tech-Produkt.
Seine Vermarktung unterliegt (möglicherweise) Gesetzmässigkeiten, wie sie Geoffrey A. Moore in seinem 1991 erschienen Buch Crossing the Chasm: Marketing and Selling High-Tech Products to Mainstream Customers erklärt (Wiki-Artikel).
Dass der Blog(ging)-Hype vorüber ist, das pfeifen die Spatzen von den Dächern. Und natürlich muss das jene besonders beschäftigen, die Hoffnung&Kapital in die Blogosphere setz(t)en. Sie lassen nun plötzlich ein Zipfelchen jener Frustration erkennen, welche viele Kleinstblogger im Long-Tail schon längstens zum Aufgeben bewogen hat.
Wird man mit 300 Inbounds (erfolg)reich? Oder doch erst mit 2′000? Gestern schwärmte 20minuten von Michael Arringtons Techcrunch-Blog. In diesen Minuten liegt Techcrunch auf 4. Position bei Technorati und hat eine authority von 22′914. Wir rechnen ganz naiv proportional: Wenn Arringtons Blog, wie 20minuten schreibt, 240′000 Dollar monatlich umsetzt (allein durch Werbeeinnahmen), dann müssten 2′000 Inbounds rund 21′000 Dollar Umsatz bringen.
Das tönt doch fantastisch!
Robert Basic bewegt sich schon in dieser Sphäre. Darum kann er es sich leisten, eine Kampagne für die Demokratiebewegung in Burma zu veranstalten. Die schweizerische Blogwerk AG – so vermuten wir, auch anhand vorliegender Linkzahlen – darbt allerdings noch und macht sich in Folge dessen Gedanken darüber, wie man der Blogosphere neues kraftvolles Leben einhauchen könnte (*). Eines ihrer Rezepte scheint zu sein: keine Selbstreferenzialität mehr – diese monotonen Nabelschauen vertreiben noch die letzten Blog-LeserInnen. Logisch, dass aber zunächst doch noch über dieses Crossing the Chasm nachgedacht werden muss.
Wir als Kleinstblogger halten uns lieber an SUN TSU (aka Sūnzǐ), den Heerführer zum Frieden. Eine seiner Regeln für Stellungen im Gebirge lautet: Bergauf ist nicht anzugreifen.
*Anmerkung: kritisch gespiegelt im distinguished Swiss Metablog: Blogosphäre muss Mainstream werden (24. Oktober). Sic: … sphäre mit ä wie in Blähung!


