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September 25, 2007

We must give notice: WordPress Version 2.3 now ready for the world

Named Dexter for the tenor saxophonist Dexter Gordon. The release includes native tagging support, plugin update notification, URL handling improvements, and much more.

WordPress news (September 25): WORDPRESS 2.3

Who is the first to upgrade?

And here is a list of plugins that have been tested for compatibility with Version 2.3.

By Eric | Category: Blogs, Linktips
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By Eric | Category: Linktips
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September 24, 2007

Frank A. Meyer zieht Klage zurück und muss zahlen

Ringier-Chefpublizist Frank A. Meyer hat seine Klage gegen Nationalrat Christoph Mörgeli wegen einer angeblich persönlichkeitsverletzenden Weltwoche-Kolumne zurückgezogen.

Nun muss - wie der Pressedienst der Schweizerischen Volkspartei SVP heute mitteilt - Frank A. Meyer gemäss Verfügung des Bezirksgerichts Horgen eine Gerichtsgebühr von 3′562 Franken, dem früheren Weltwoche-Verlag Jean Frey AG 5’000 Franken und dem Beklagten Christoph Mörgeli 5’000 Franken Prozessentschädigung (zuzüglich 7,6 Prozent Mehrwertsteuer) bezahlen.

O-Ton SVP-Pressedienst:

Aus dieser Prozessentschädigung von Frank A. Meyer finanziert die 63köpfige Bundeshausfraktion am 4. Oktober 2007 ihren Fraktionsabend. Wir danken Frank A. Meyer (Ringier) und vor allem Nationalrat Mörgeli für diese nette Geste. :cool:

Via Side Effects

By Gris-Gris | Category: In Flagranti
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Usmanow vs Murray oder Hoppla, die Sphere!

Alischer Burchanowitsch Usmanow, der sich beim Londoner Fussballverein FC Arsenal eingekauft hat, als dubiose Figur zu bezeichnen, wäre eine Verharmlosung erster Güte; man zögert nicht, den Ansagen von Craig Murray über diesen Oligarchen in ihrer Substanz Glauben zu schenken (laut KRUSENSTERN: schändlicher Schurke, Verbrecher, Heroin-Schieber und angeklagter Vergewaltiger).

Das Problem: Murrays Ansagen sind nur Aussagen einer Privatperson - von keinem Gericht abgesegnet. Und solche bleiben sie, auch wenn man sie - es sei wiederholt - in ihrer Substanz für richtig hält. Und viele andere Menschen ebenfalls, wie der kollektive Aufschrei belegt, welcher seit dem Zeitpunkt ertönt, als Murrays Weblog abgeschaltet wurde.

Die Abschaltung erfolgte durch den Hoster nach mehrmaliger Aufforderung von Usmanows Anwälten an Murray, bestimmte Inhalte von der Website zu entfernen. Usmanows Anwälte sagen, Murray veröffentliche ihren Klienten betreffende Behauptungen, welche falsch, haltlos und grob verleumderisch seien (false, indefensible and grossly defamatory).

Die Abschaltung wurde in der Öffentlichkeit sofort als Zensur bezeichnet und viele Internet-User stellten eigene Server-Kapazitäten zur Verfügung, um Murrays Website zu spiegeln und sie damit weiterhin zugänglich zu halten.

Auch wenn man zu Usmanov steht wie Murray (siehe oben!) - der Vorgang ist problematisch. Er beweist jedenfalls nicht nur, dass im Internet keine Zensur möglich ist, wie das händereibend da und dort notiert wird; er ist - bei genauer Betrachtung - ein Beleg dafür, wie Blogger sich über rechtliche Bestimmungen hinwegsetzen und eine letztlich nicht legitimierte Gewalt ausüben. Viele vermutlich aus Ahnungslosigkeit oder Idealismus, andere weil sie die Möglichkeit wittern, auf einen Hype aufzuspringen.

Hätte Murray den Aufforderungen von Usmanows Anwälten zum Rückzug seiner Behauptungen nicht doch Folge leisten sollen, um sie anschliessend vor Gericht zu beweisen? Den üblichen Rechtsweg beschreiten… Als früherer Botschafter der Queen und heutiger Universitäts-Rektor weiss er zweifellos um die Rechtslage - er ging dennoch auf’s Ganze. Warum - das ist schwer einzuschätzen. Ein Eintrag Murrays vom 19. September auf seinem Weblog macht uns allerdings stutzig (Screenshot):

murrayscreen

Das ist, gelinde gesagt, ebenfalls eine sehr massive Aussage. Wir können sie unter Würgen schlucken - aber fragen auch: Ist da vielleicht einer unterwegs, der etwas die Bodenhaftung verloren hat?

Hoffen wir, dass Craig Murrays Vorgehensweise den geschundenen Menschen in Usbekistan hilft. Dann könnte man seine Rechtsbeugung als eine Art Anwendung von (übergeordnetem) Notrecht auffassen.

Berichte britischer Medien:
Guardian: Boris website down after legal row (September 21)
Times Online: Boris Johnson becomes a victim of crossfire in internet war (September 22)

martiniupdate2 Update (some bits later):
Die Affaire wirft in der Swiss Blogosphere bereits erste Schatten, die wie Bremsspuren in Erscheinung treten. Das glatte Pflaster der Auslands-Berichterstattung..? :shock:

By Eric | Category: Blogs, In Flagranti
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Nach Ausfahrt am Sonntag: Bloss biederer Bockmist!

Die kulturellen Konsequenzen sind düster, sie zu beschreiben, erforderte einen Oswald Spenger, meint Andrew Keen, Autor des Buchs Cult of the Amateur. Sein Kurz-Essay mit dem Titel Die Revolution ertränkt ihre Kinder, erschienen im Magazin des Tages-Anzeigers vom vergangenen Wochenende, kann auf www.dasmagazin.ch gelesen und diskutiert werden.

Keens Hypothese, dass das Web 2.0 nicht Freund, sondern Feind der Kreativität ist, lässt uns hinzufügen: … und Blogosphere ist nicht Freund, sondern Verhinderer der Aufklärung. Abermillionen von Informationsschnippsel ergeben in der Summe nicht mehr Information - im Gegenteil, sie heben diese auf.

Bild: Tunnelblick (Unterführung Bahnhof Rapperswil, vorne Velofahrerin):
unterfuehrung

Das hat - behaupten wir kühn - auch grosse Teile der nicht-bloggenden Leserinnen und Leser vergrault, welche zunächst der Blogosphere als angekündigter Gegenöffentlichkeit gewisse Sympathien entgegenbrachten. Der Berg kreisste und gebar eine Maus (Parturient montes, nascetur ridiculus mus. - Horaz). Aber stets gilt die Ausnahme von der Regel: In den USA, beispielsweise, sind brauchbare Bürgerjournalismus-Projekte enstanden als Ersatz für die Lokalpresse, welche das Zeitliche gesegnet hat.

Bundesrätin Micheline Calmy-Rey hat auf dem diesjährigen Verlegerkongress, hinsichtlich der Rolle der professionellen Medien erklärt, in der Flut von Informationen brauche es Landkarten, Höhenmesser und Kompasse. Das sehen wir auch so, und wir nehmen auch unter Zustimmung zur Kenntnis, was Verleger Michael Ringier in einem taz-Interview (15. September) auf die Frage

Der Auftrag einer freien Presse ist Kritik und Kontrolle. Kann das die Zeitung in Zukunft noch leisten?

geantwortet hat:

Da hat sie ihren Platz, und den muss sie auch halten. Das könnte auch das Fernsehen leisten, nur anscheinend ist es da nicht gewünscht. Im Internet wird zwar wahrscheinlich mehr kritisiert als in allen Zeitungen zusammen, aber kein Schwein interessiert das. Da gibt es Blogs und persönliche Homepages und weiss der Teufel was. Das findet aber niemand. Und deswegen werden wohl in Zukunft die Zeitung und die Zeitschrift diesen Platz stark für sich beanspruchen.

Bleibt die Frage, warum Bloggerkolleginnen und -kollegen, denen man Intelligenz und Integrität zutraut, dem Mythos von der Blogosphere als relevanter Gegenöffentlichkeit bzw. dem Mythos von der Unfähigkeit der professionellen Medienmacher konsequent verfallen bleiben. Wir lassen die Frage unbeantwortet - es interessiert eh kein Schwein, wie Michael Ringier sagte…

Bild: Kein Schwein, sondern eine Kuh (nahe Schmerikon):
kuh

… und schliesslich hat Schreibender noch Kopfweh vom gestrigen Tag der umweltfreundlichen Mobilität. 6 Stunden an der prallen Sonne ohne Velohelm - ein gravierender Fehler! Von dort die hier eingestreuten Fotos.

By Gris-Gris | Category: Backyard, Linktips
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