September 7, 2007
Braucht die Swiss Blogosphere tatsächlich eine Art von TCS?
Das fragt man sich, wenn man die Ausführungen von Daniela A. Caviglia zur Causa swissblogpress* liest (Lachhaftes Theater, 6. September). Sie denkt an einen Verein, der Dienstleister für seine Mitglieder ist.
Wir denken bei einem solchen Verein: Hoffentlich ist das ein Gratis-Verein…
… denn wenn Vereinsbeiträge bezahlt werden und der Verein – was sicher seine vornehmste Aufgabe sein wird
– einen Blog-Aggregator für die Blogs seiner Mitglieder betreibt, droht die Gefahr, dass Mark Cutts sie alle aus dem Goggle-Index wirft wegen Link-Kauf.
Nun zum sozio-kulturellen Teil der Überlegungen von Frau Caviglia. Sie schreibt unter anderem:
Die breite Masse [der BloggerInnen] sucht Vorbilder, keine einzelkämpferische Individuen, die den ganzen Tag nichts anderes tun als sich zu überlegen, weshalb sie anders, kreativ oder gar besser sind als der Rest…
… und besucht wohl – so fügen wir boshaft an – im Idealfall ein von Frau Caviglia veranstaltetes Seminar zum Thema Bloggen.
Abschliessend ein stenografisches Addendum, das nur – aber halt doch! – um 7 Ecken mit obenstehender Thematik zu tun hat:
Dirk Olbertz’ Begründungen, warum er Blogscout eingestellt hat und Jens Schröders schon Sisyphus-artige Überlegungen, wie er eine (für sich selbst) einigermassen vertretbare Top100-Liste hinbekommt sowie auch der von uns kürzlich verlinkte Blog-Blues von Klaus Jarchow in medienlese.com…
*Eine spannende, sehr persönliche Schilderung der Causa hat BloggingTom gestern veröffentlicht – swissblogpress: Quo vadis?
Also (spiritually) tagged as: rabulistische Miszellen
Symbolbild: Vereinsbaum einer deutschen Ortsgemeinde, von Wikipedia



Tagchen Gris-Gris
“… und besucht wohl – so fügen wir boshaft an – im Idealfall ein von Frau Caviglia veranstaltetes Seminar zum Thema Bloggen.”
Boshaft finde ich das nicht – im Gegenteil! Danke für die Werbung
Seminare zum Thema Bloggen sind ja auch völlig okay. Wüsste nichts, was dagegen spricht. Ich bin mir auch sicher, dass du da sehr gute Arbeit machst/machen würdest. Viel Erfolg!
Grosse Skepsis meinerseits aber gegenüber “Vereinswesen” in der Blogosphere… und folglich der “Schnittmenge” aus beidem.
Aber ein “Drama” is a des ned.
Vereinsmeierei finde ich eben schon auch nicht so toll. Dennoch denke ich, dass das Bedürfnis nach Interessensvertretung – im technischen und rechtlichen Sinn – da ist. Dazu brauchts aber nicht unbedingt einen Verein.
Mal sehen, was sich so ergibt. Diese Woche laufen ja die Geheimgespräche