August 26, 2007
Abgesurft: Darf man das (auch) kitschig finden?
9to5 – Wir nennen es Arbeit, das 3-tägige Festival-Camp im Berliner Radialsystem, ist zu Ende. Der angekündigte Programmablauf: Burning Money > Getting Things Done > Weltverbesserung las sich spannend. Folgerichtig klinkte man sich – durch widrige Umstände wie Reproduktion&Familienleben an den Fuss des Matterhorns gefesselt – einige Male in das Live-Blog ein. Vom reichen Füllhorn des Dargebotenen prägte sich uns besonders ein:
(1) Julia Ritters Zusammenfassung der Erzählung von Régine Debatty, Macherin des Kunstblogs we-make-money-not-art.com, wie sie es schafft, zwischen zahlreichen Reisen ihr Blog mehrmals täglich zu aktualisieren usw. Folgend die Zwischentitel des Textes als Anreiz zur Lektüre des Gesamteintrags:
Einführung: We make money, not art
1. Stufe: Geld – die Monetarisierung des Blogs
2. Stufe: Macht – die Bloggerin als Expertin
3. Stufe: Hybrid-Monetarisierung
Régines Selbstverständnis
Bloggen und Privatleben
(2) RÜTLI-WEAR, ein Hybrid aus Unternehmen (OHG) und Sozialinitiative (e.V.), wo mit vielseitiger Hilfestellung von engagierten RÜTLI-WEAR-Mitarbeitern seit Mitte 2006 Stück für Stück verschiedenste Siebdruck-Kollektionen entstehen.
Seit Jahren verbringen wir jährlich einige Zeit unseres Lebens im Dunstkreis dieses Hexenkessels gescheiterter Integration(sbemühungen)
in Berlin-Neukölln, und wir wünschten uns, dass diese tollen Shirts vor Ort etwas deutlicher in Erscheinung treten würden als in Mitte. [Das wäre doch was, verehrter Elm, als Kollektivbekleidung für die Reisegruppe!]
Schliesslich noch ein Hinweis auf Sekundärliteratur: (Spiegel-)Lottmanns Eintrag im tazblog: …und weiter… (25. August). Daraus ebenfalls ein Zitat:
‘UND WIE SIEHT ER AUS?!’
Ich wollte nicht schon wieder Ärger haben (sondern was kriegen für die 45 Euro), und so murmelte ich: ‘Wie ein Penner.’
Nun lief es wieder. Judith war einem nie lange böse. Der Rekord lag bei zwei Tagen…
ER – damit war Houellebeq [SIC!| gemeint… Bleibt die Frage im Titel. Ich denke, SOOOO nahe am Reich der Freiheit darf man das.


