August 24, 2007
Das ist kalter Kaffee, Herr Aurel Schmidt!
Nein, nein – das ist brandaktuell, was Sie schreiben, und der Titel ist nur mein laienhafter Versuch, indirekt Aufmerksamkeit für Ihren Artikel* zu wecken – meine Boulevard-Masche.
Brandaktuell hört sich allerdings auch so boulevardesk-aufgeregt an. Ich bin mir sicher, bereits bei den Alten Griechen und Römern war es nicht anders. Schreiben wir deshalb besser: aktuell wie eh und je. Siehe die so genannten Kommentar-Threads der Blogs! Siehe aber auch die Arena-Sendung heute Abend im Schweizer Fernsehen (SF 1). Angekündigt ist eine Diskussion darüber, wie man uns auf optimale Art und Weise besteuert.
Schreibender sieht sich Arena-Sendungen, wenn überhaupt noch, nur zum Spass an. Der Spass besteht für ihn darin, sich selbst vorauszusagen, wie das Argument B lauten wird, welches auf Argument A folgt. Und etwas selbstgefällig verrät er: Die Trefferquote liegt bei annähernd 100 Prozent.
Das ist doch brillant! Aber da Bescheidenheit eine Zier ist: nicht so brilliant wie diese Damen und Herren, welche es – im heissen Rampenlicht stehend – über eineinhalb Stunden schaffen, ihre Floskeln ohne störendes Stottern aufzusagen.
*in webjournal.ch: Ausreden am laufenden Band – Auf den anderen einzugehen ist nicht immer erfolgversprechend (Aurel Schmidt, 19. August)
> Message in English:
Tomorrow is Saturday (= the day between Friday and Sunday). Blogging week is over here on Paperholic. Until Sunday or Monday, we hope so. Have a nice time!



es ist traurig…..
ich bin ein durch und durch friedlicher mensch. es ist aber immer wieder spannend, wie es diese
arroganten, sexistischen und meist völlig jenseits jeglicher vernunf und realität seienden herren der einen seite immer wieder erreichen, dass in mir das gefühl aufkommt, gelegentlich mal die fäuste sprechen zu lassen. man stelle sich vor, man müsste drei stunden z.bsp. mit einem heer oder freysinger über die ausländerproblematik diskutieren….oui oui, das würde def. in einer wüsten schlägerei ausarten. letztendlich ist es kein spass, sondern bittere realität. und tammi, es geht dabei um unsere schöne schweiz.
gäste heute u. a:
Bruno Zuppiger, Nationalrat SVP/ZH
- Gerold Bührer, Nationalrat FDP/SH, Präsident Economiesuisse
- Bruno Frick, Ständerat CVP/SZ, Vizepräsident CVP
Meine Meinung: ALLES SCHOGGICHOEPF!
Auf die “psychologischen” Auswirkungen dieser “Gesprächsverweigerung” geht Aurel Schmidt nicht ein, aber zwischen den Zeilen glaube ich schon (heraus-)lesen zu können, dass auch er sie als (für sich) frustrierend empfindet.
Echte Streitkultur wäre: Wettkampf der Argumente, mit offenem Ausgang. In der Arena findet so etwas nicht statt, da wirkt alles wie bereits abgezirkelt/vorbesprochen. Wie man diese “Diskussionssendung” reformieren könnte – ich weiss es nicht.
Mein (ironischer) Hinweis: Der Fernsehapparat ist unschuldig – ihm die Scheibe einzuschlagen bringt nichts ausser Brandgefahr.
Ernst meine ich: Der fehlende “Wettkampf der Argumente” kann nicht durch einen “Wettkampf der Fäuste” ersetzt werden – das wäre dann das Endstadium jeder politischen Auseinandersetzung. Siehe Bürgerkrieg!
Und, schliesslich, in einem Punkt stimme ich dir vorbehaltlos zu: Die besonders üblen Phrasendrescher&Herunterbeter&Gesprächsverweigerer sind rechts angesiedelt… Ich hoffe, mich damit so klar geäussert zu haben, dass du meine Antwort nicht auch als eine “Gesprächsverweigerung” empfindest.
Ich bin ein regelmässiger Zuschauer bei der viel weiter unten lokalisierten Talkshow von Tele-Basel!
Da geht es noch langweiliger zu: Weil der Talkmaster vorher mit der Redaktion die lustigsten und unwichtigsten Fragen gesammelt hat, wofür er dann auch die Teilnehmenden geradezu löchert, um diese nie geahnten Antworten auf seine Fragen zu bekommen, die wir nie stellen würden…
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