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July 15, 2007

Schweiz: Es gibt einen einsamen alten Mann in der Kommunikationsbranche

Er heisst Klaus J. Stöhlker. Man kann auf seinem Blog kommentieren (z.B. HIER I). Der Kommentar (von Gris-Gris) wird aber auch nach 3 Tagen nicht freigeschaltet. Und er wird es wohl nie werden.

Medien machen für die Nutzer nur Spass, wenn sie frei sind (wie dieser Blog beispielsweise), schreibt unser einsamer alter Mann andererseits und dennoch selbstBEWUSST (HIER II) über sein Blog im Zusammenhang mit der neuen Schweizer TV-Ordnung. Denn ihm stösst sauer auf, dass es DAMIT bald vorbei ist:

Wenn ich ins aargauische Baden komme, werde ich dort als Teilnehmer des ‘SonnTalks’ auf TeleZüri häufig identifiziert…

Man sollte solche einsamen alten Männer dort packen, wo noch was ragt: bei der Nase. Das lohnt nich’ mehr, sagt man sich aber – und wohl auch typischerweise, denn Toleranz und die Bereitschaft zur Öffnung sind nicht gerade die herausragendsten Eigenschaften der jüdischen Gemeinde in der Schweiz, wie Klaus J. Stöhlker genüsslich (HIER III) Gisela Blau zitiert.

Eben, Herr Stöhlker. Eben!

By Gris-Gris at 10:01 pm CET | Category: Blogs, In Flagranti
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July 5, 2007

Jüngling mit Stier oder Licht- und Schattenseiten der Intimrasur

volkmannAls der deutsche Bildhauer und Maler Arthur Joseph Wilhelm Volkmann, (1851–1941) den Auftrag erhielt, das Bild Jüngling mit Stier zu malen, wählte er als Modell einen Mann mit markanter Körperbehaarung (Foto, aufgenommen im Atelier des Künstlers). Hätte er einen unbehaarten Mann gewählt, er hätte sich zum Gespött gemacht.

Tempora mutantur, denkt man, die Zeiten ändern sich. Das Verhältnis der Menschen zum Körperhaar, insbesondere zum Schamhaar, war historisch gesehen stets eine Pendelbewegung – im Mittelalter rasierte man sich, später nicht mehr; jetzt ist die Intimrasur auf bestem Wege, eine Massenbewegung unter den Heranwachsenden zu werden, wie die statistischen Erhebungen von Martina & Büsser (Leitung: B. Weissberg) jüngst eindrücklich belegten.

Für die exzessive (= ausschweifende) Intimrasur spricht, dass sie eine der wenigen zivilisatorischen Gemeinsamkeiten darstellt zwischen Teilen der westlichen und Teilen der islamischen Welt. Die medizinische Bewertung des Schamhaars ist aber keineswegs eindeutig. Hygieniker sehen in ihm einen Nistplatz für Parasiten (Stichwort: Filzlaus), während Physiologen von seiner Schutzfunktion, auch gegen Hitze und Kälte, schwärmen.

Als Sexualkundlerin kommt man nicht darum herum, auf die Signalwirkung des Schamhaars sowie seine Funktion als Duftspeicher (Stichwort: Sexual-Lockstoffe) hinzuweisen und daran zu erinnern, dass in Japan – wie auch andernorts auf dem Globus – eine starke Schambehaarung als Symbol der Weiblichkeit gilt (Stichwort: japanische Schamhaarperücke, genannt Blume der Nacht).

In den bisherigen Worten scheint eine eher skeptische Haltung der hier Schreibenden gegenüber der exzessiven Intimrasur spürbar zu sein. Der Schein trügt nicht ganz – denn summa summarum ist das Entfernen der Schambehaarung in gewissem Sinne auch ein Akt der Entsinnlichung (des Körpers). Jüngling mit Stier – aus weiblicher Sicht traut man Volkmanns behaartem Modell zu, seinen Speer machtvoll gebrauchen und einen Stier an den Hörnern packen zu können, während das Modell in epilierter Gestalt nur für ein Gemälde mit dem Titel Jüngling mit Milchkuh getaugt hätte – genauer noch: … mit rasierter Milchkuh.

Siehe auch:
Wikipedia: Schamhaarentfernung

Ja, die Saure-Gurken-Zeit! Mit diesem sommerlich-luftigen Beitrag seiner Redaktionssekretärin verabschiedet sich das Paperholic-Team für einige Tage. Wir wünschen schöne Ferien.

By Aysun-Craig at 4:47 pm CET | Category: Backyard
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July 4, 2007

Birthday: 50 years ’scatoletta’

Il lancio della Fiat 500, cinquanta anni fa, e la nuova 500:

       

500 WANTS YOU – the link to the comeback

By Eric at 1:58 pm CET | Category: In Flagranti, Linktips
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Art: Inges Idee

ingesspechtInges Idee ist eine Gruppe von vier Künstlern, die seit 1993 zusammenarbeiten.

Bild: Specht, Künstlerische Gestaltung am Objekt (Ausführung 2007, Exposé, pdf), Neubau Primarschule Eschen, Liechtenstein

Via sasapong’s room

By Eric at 1:31 pm CET | Category: Linktips
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July 3, 2007

‘Which go where gets kinda sticky…’

Danah Boyd, PhD student in the School of Information at Berkeley:

What I lay out in this essay is rather disconcerting. Hegemonic American teens (i.e. middle/upper class, college bound teens from upwards mobile or well off families) are all on or switching to Facebook. Marginalized teens, teens from poorer or less educated backgrounds, subculturally-identified teens, and other non-hegemonic teens continue to be drawn to MySpace. A class division has emerged and it is playing out in the aesthetics, the kinds of advertising, and the policy decisions being made.

Boyd’s essay Viewing American class divisions through Facebook and MySpace, and the related entry (with comments thread) on her blog

By Eric at 4:13 pm CET | Category: Linktips
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