June 26, 2007
‘Stimmt, egal was du suchst, du landest fast immer bei nackten Menschen…’
… meint silentius im Kommentar-Thread zum winfuture.de-Artikel The Pirate Bay: Datei-Hosting-Dienst wird überrannt (26. Juni).
Das Anti-Flickr-Movement gewinnt an Momentum. Flickr-Userinnen und -User protestieren und/oder migrieren zu Zensur-freien Foto-Hostern. Scheinbar Zensur-freien, denn auch auf BAYIMG von The Pirate Bay heisst es:
As long as your pictures are legal they will be hosted here, but we reserve the right to remove images due to technical reasons though.
So what?
Blickt man hinter die Zensur-Problematik, dann wird ein Drama viel grösseren Ausmasses erkennbar: Flickrs geänderte Geschäftsbedingungen treiben viele Userinnen und User in die virtuelle Diaspora. Flickr verlassen heisst nämlich auch: Communities verlassen, sofern man sich einer (oder mehreren – wie der Schreibende) angeschlossen hat. Diese aber kann man im Falle einer Migration zu einem anderen Foto-Hoster nicht mitnehmen – das in jahrelanger Arbeit aufgebaute Netzwerk zerreisst wie das Netz einer Spinne im Orkan.
Schuld daran ist das Geschäftsmodell Web 2.0. Westermayer belegt dies in seinem ausführlichen Telepolis-Artikel (Wechsel nicht möglich – Der Fall Flickr: Soziale Netzwerke als Ware, 20. Juni) eindrücklich: Das Modell gaukelt den Userinnen und Usern eine gemütliche Heimat vor, wo ihnen in Wahrheit Entmündigung oder Entfremdung drohen.
Auch BAYIMG von The Pirate Bay ist nur ein Kind des Geschäftsmodells Web 2.0. Etwas liberalere Bedingungen als bei Flickr – aber keine wirkliche Alternative. Wie eine solche aussehen könnte, deutet Marian Dörk auf ihrem Atomique-Blog an:
Why move to another social data silo where censorship can happen again? It is time to think about decentralized alternatives to Flickr & Co. While the blogosphere shows that it is possible, we can also do it with photo sharing.
Man riecht den Braten: Die Fotografinnen und Fotografen vernetzen sich Plattform-unabhängig, d.h. befreien sich aus den Fängen der Web 2.0 Geschäftsmodelle wie Flickr oder BAYIMG. Im Idealfall hosten sie ihre Fotos selber; eine geeignete Software unterstützt sie darin und beim Aufbau von Communities. Marian Dörk erklärt alles ausführlicher in ihrem Project Report: Decentralized and Distributed Photo Sharing on the Web (pdf, 5.4 MB).
Spannend – wir sind gerade dabei, ihn zu lesen.
By Eric at 5:35 pm CET | Category: In Flagranti, Linktips
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Aus unseren Schachteln: No14 Daimler Ambulance (Lesney)

Damit könnte ein kleiner Weltraumdetektiv ins Spital gebracht werden, wenn er im psychodelischen Rausch aussteigt und hart aufschlägt. Das Auto ist federleicht und passt in ein Uhrenschächtelchen. Es ist unendlich mal kleiner (und billiger zu verschicken) als beispielsweise eine 2 Quadratmeter grosse besprayte Sperrholzplatte. Künstlerisch besprayt, ohne Zweifel – aber warum fragt uns jeder, dem wir sie zeigen: War da LSD im Spiel?
No14 Daimler Ambulance (an early Lesney model, 1970s). Schätzwert: 30-40 Pfund. Bespielt, aber rundum altersgemäss gesund.
Demnächst auf eBay!
By Gris-Gris at 12:25 am CET | Category: Backyard, Collector's Corner
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June 25, 2007
Rites de potage (XXXXVII)
A Berlin male cat eating a French female turkey.
Great! Why do we know that the cat is a male cat really living in Berlin? Because we know the producer of this video documentary, a younger man often flying around with his maîtresse. And also the cat – an immigrant born in Romania, now living in Berlin-Neukölln near famous Rütli-Schule.
By Gris-Gris at 3:32 pm CET | Category: Backyard
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Paperholic-Interna: Lieber Scheinriese, das geigt doch zusammen!
Nur so aus dem Bauch heraus gedacht: Du lauschtest, während unsereins wanderte. So bekommt jeder SEINEN Schrott weg aus der Fruchtfolge. Grüsse mit Screenshot von den Zwergen.

Also (spiritually) tagged with: Adenauer, ja. Aber die Herren Zimmer… Nee, da frajen wer lieber Wilhelmine. (- Heinrich Lübke)
By Gris-Gris at 12:26 pm CET | Category: Backyard
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Montagsgrantler: Verseckelt und wie ein Dumbass…
… fühlt man sich, wenn man bei Odiogo – voice your content um eine Registrierung ansucht. So ein WordPress-Plugin, das einem (gratis) das Blöglein verpodcastet, wäre mindestens testenswert. ABER NIX DA!
Wie gesagt: Vorgängig muss man sich bei Odiogo.com registrieren… Wir füllen also das Formular aus und wählen als Sprache im Drop-Down Deutsch. Unterstützt Odiogo.com (noch) nicht, kommt per Mail die Rückmeldung. Da wir gelegentlich auch Tagebuch-Einträge in Englisch fabrizieren, wählen wir in einem 2. Registrierungsanlauf Englisch. Die Rückmeldung lässt dieses Mal – offensichtlich nicht automatisiert – einiges länger auf sich warten; schliesslich teilt uns ein Bob mit, man unterstütze auch keine 2-sprachigen Blogs…
So liess man es – zugegebenermassen: etwas frustriert – bleiben. Was blieb einem auch anderes. Und rächt sich nun
mit einem Kalauer:
Wer 3-sprachig ist, der ist 3-sprachig. Wer 2-sprachig ist, der ist 2-sprachig. Wer 1-sprachig ist, der ist US-Amerikaner.
Selbstverständlich gibt es die Ausnahmen von der Regel. Bei ihnen entschuldigen wir uns.
PS: Unsere Nachbarin meinte, als Privatfirma dürfen die das… Klar, aber dann doch bitte ohne Drop-Down-Sprachauswahl (und mit etwas kleinerer internationaler Ansage) und mit einem der Registrierung vorangestellten Hinweis. So denkt man schliesslich an verlorene Zeit, sinnlosen Mailverkehr und Rosstäuscherei – englisch: a confidence trickster. Bob, yes, finally a confidence trickster…


