April 24, 2007
Schweiz natur: Im Schlick
Hunderte von Tonnen Artilleriegeschosse und Handgranaten liegen verborgen im Bodenschlick des Thunersees, Brienzersees, Vierwaldstättersees. Heute erinnert uns Spiegel Online wieder einmal daran: Explosiver Militärmüll in Schweizer See-Idyll versenkt.
Aber nur bis 1967.
Heutzutage sind es mehr die randständigen Kreise, welche Bier- und Redbull-Büchsen (auch entschärft!) versenken, wenn sie am Busen von Mutter Natur lagern. Unser kleines Foto-Tryptichon vom Züri-See:

So hat jede Generation ihre Versenker.
By Eric | Category: In Flagranti
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Video: Intervention
On le sait: Les poulets français sont comme les policiers français. Durs!
By Eric | Category: In Flagranti
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Mochovce, mon amour!
Wir lesen fast täglich die Meldungen von Contranetz.de zum Stichwort Atomstandorte. Eine Erfolgsgeschichte! Heute wird beispielsweise darüber berichtet, warum es nach Tchernobyl (1) über Weissrussland regnete: Die radioaktiven Wolken wurden von russischen Flugzeugen geimpft, um Moskau zu schützen. Nach Angaben von Major Alexei Gruschin gegenüber BBC2…
… hätten die Militärflugzeuge mit Silberjodid gefüllte Granaten abgeschossen. Mit dem Salz “geimpfte” Wolken bilden schneller Eiskristalle, wodurch die Regenbildung verstärkt wird. Nach Gruschin hatte sich die Windrichtung von Westen nach Osten gedreht, so dass nun die radioaktive Wolke die dicht besiedelten russischen Gebiete bedrohte: “Wenn es über diese Städte geregnet hätte, wären Millionen von Menschen der Katastrophe zum Opfer gefallen. Das Gebiet, in dem ich und meine Mannschaft aktiv die Wolken beeinflusst haben, lag in der Nähe von Tschernobyl, aber nicht nur im Umkreis von 30 km, sondern bis in eine Entfernung von 50, 70 und sogar 100 km.”
So regnete es vor allem in Weissrussland.
Gruschins Aussagen fügen, denken wir, vor allem der aktuellen Debatte in Österreich um die Anschaffung neuer Kampfflugzeuge für das Bundesheer einen wichtigen Aspekt hinzu. Der italienische Energiekonzern ENEL - Mehrheitseigner am staatlichen slowakischen Stromkonzern Slovenské elektrarné (SE) - möchte die Blöcke 3 und 4 des nicht unweit von Wien gelegenen Atomkraftwerks Mochovce (Wiki-Artikel) fertigbauen. Diese beruhen - wie die in Betrieb stehenden Blöcke 1 und 2 - auf dem so genannt sowjetischen Reaktor-Bauprinzip WWER-440/213 ohne Schutzhülle. Greenpeace Italia spricht in diesem Zusammenhang von einer revolutionären Technologie (siehe Plakat unten!).
Sollte Mochovce eines schönen Tages hochgehen, könnte es die österreichische Luftwaffe, dann aber ausgestattet mit modernem Fluggerät und nicht nur mit Segelfliegern, an der Grenze zur Slowakei so rechtzeitig regnen lassen, dass die Schwammerl-Ernte in der Wachau weiterhin ohne gesundheitliche Risiken vonstatten gehen könnte.

Anmerkung (1): Ältere Leserinnen und Leser werden sich erinnern. Wir verwenden beide Schreibweisen: mit sch und ch. Letztere ist französisch, d.h. passt besser zum Titel dieses Eintrags.
By Gris-Gris | Category: In Flagranti, Linktips
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April 23, 2007
Apropos Nachhaltigkeit, zum Beispiel: urbanes Grün
Die grösste Nachhaltigkeit steckt IMHO in uns selbst: in unserem durch Timelines geprägten Leben. Und dieser Eintrag wird (fast) enden mit dem Ausruf: Leck mich im Arsch!
Ja, wir haben es dem nachhaltigen Beobachter schon mitgeteilt: Vor 20+ Jahren gab es am Fusse des Matterhorns den Versuch der urbanen und energetisch tollen Begrünung, allerdings in Kombination mit sozialen Absichten. Trägerschaften wurden gebildet zum Führen langer Diskussionen über Parzellengrenzen. Architekt Haubensack gelang es in Zürich, die Ruine eines Hinterhof-Werstattgebäudes zur (begrünten) Spielplastik umzugestalten. Ein Werk, welches (sogar über die Landesgrenzen hinaus) viel Beachtung fand.
Die Verfeinerung urbaner Quartiere liess erkennen: Gleich wird die Schweiz gebaut sein, und dann war sie es, d.h. die Baurezession war da. Und Schreibender sass an Bau&Holz-Seminaren (schön, am Vierwaldstättersee beispielsweise) und vom Bundesamt in Bern kam die Botschaft: Isoliert, renoviert, baut aus und um. Später dann wurden Flachdächer begrünt, und ein guter Bekannter ging selbständig in die Solartechnologie. Tchernobyl liess grüssen.
Lang ist’s her. Im Tagi stand kürzlich, mit rund 51 Milliarden Franken habe die Bauproduktion in der Schweiz im letzten Jahr (2006) ein Allzeithoch erreicht. Die Milliarden gingen zum grossen Teil in die Produktion von Neubauten.
Man sollte sich, schreibt der nachhaltig Beobachtende, Gedanken machen zum urbanen Grün (siehe unser Entry: Blog-Karneval ‘Urbane Gärten’). Die Sphere ist alt (12+ Jahre), die Sphere ist jung. Letzteres ganz offensichtlich. Und man hat viel Sympathie für die Jungen und ihre Ideen - dennoch:
Leck mich im Arsch! Und Bundesrat Moritz Leuenberger sollte es vergessen mit seinem Amt, statt uns einzureden, wir bräuchten ein neues Atomkraftwerk. Moritz, das ist doch goyl für dich: du philosophierst in die Sphere hinein und deine Gattin baut.
PS: Gruebel, gruebel und studier. (- Erste Allgemeine Verunsicherung)
By Gris-Gris | Category: Backyard
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Photography: Eugenio Recuenco
One of the most creative Spanish advertising/fashion photographers: Portfolio.
Represented by Gianfranco Meza & Co., Barcelona (index of photographers).


